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Hilfe fürs Leben: So startet der "Für alle Laden"

Das Miteinander im Alltag ist drei Brandenburgern wichtig. Mirko Mieland sagt, welche Pläne das Trio hat und warum die Ehrenamtler einen „Für alle Laden“ in der Jacobstraße eröffnen.

Hilfe für jeden ist das Ziel von Mirko Mieland, Janett Girbinger und Nancy Petsch. Das Trio steht zwischen Schutt, Putz, Raufasertapete, herunterhängenden Kabeln und hat einen Plan. Die Brandenburger arbeiten in der Jacobstraße 9 an einem „Für alle Laden“.

Hilfe ohne Geld

Doch was soll das sein? „Dieser Ort ist für jeden Gast gedacht, auch wenn er nicht einen Cent in der Tasche hat, denn hier wird nichts verkauft. Alle Menschen sind gleich und gemeinsam erreichen wir mehr, als jeder für sich. Deshalb bieten wir ihnen etwas Neues. Hier erleben Besucher jeden Alters verschiedene Veranstaltungen, damit alle am kulturellen Leben teilhaben“, sagt Mirko Mieland.

Vermieter unterstützt Ehrenamtler

Das Objekt in der Jacobstraße 9 ist vielen Brandenburgern bekannt, denn von 2002 bis 2018 war dort eine Filiale der ehemaligen Bäckerei Schugardt. Vermieter André Schossau hörte sich das Konzept der Ehrenamtler an, ist begeistert und hat die Miete auf 200 Euro im Monat gesenkt.
Dafür bedanken sich die Ehrenamtler. Sie betonen, dass „nicht Profit, sondern Menschlichkeit“ entscheidend ist. Nach der Schlüsselübergabe blickt Janett Girbinger in die Räume und weiß, wie viel Arbeit in den nächsten Wochen anfällt.

Neue Events auf 78 Quadratmetern

Auf 78 Quadratmetern entstehen in zwei Räumen Streetwork-Angebote für Kinder und Jugendliche, Malaktionen, Workshops und eine Wunschbox. „Dort können alle Gäste ihre Hoffnungen und Vorschläge hineinwerfen und die besprechen wir dann. Vielleicht entstehen so noch mehr tolle Events“, sagt Janett Girbinger.

Die als Kleiderursel bekannte Ehrenamtlerin Nancy Petsch freut sich auf den neuen Laden. Sie startet dort einen Brautmodenverleih für Bedürftige, hat aktuell eine Auswahl von 38 Kleidern und plant Gesprächsrunden.

Wunsch nach Unterstützung

Öffnungszeiten noch unklar
Ihren Laden wollen sie fünf Tage in der Woche öffnen, zu welchen Uhrzeiten bespricht das Team noch. Mirko Mieland betont, wie wichtig ihm die soziale Arbeit in der Havelstadt ist.

Er lobt die zentrale Lage des Standorts und denkt über Kooperationen mit dem Club am Trauerberg (Cat) nach. „Hier soll etwas bewegt werden, Stillstand ist der falsche Schritt, denn gerade hier fehlt noch etwas für Jugendliche und sie sind die Zukunft unserer Stadt“, sagt der Havelstädter. Er richtet sich in der Jacobstraße 9 ein neues Büro ein und will von dort aus mit anderen Helfern weitere Aufräumaktionen in verschiedenen Brandenburger Stadtteilen planen.
Eröffnung Ende September 2020 möglich

Der 36-Jährige hofft, dass der „Für alle Laden“ Ende September 2020 eröffnet. „Bis dahin ist es noch ein langer Weg, aber je mehr Menschen uns helfen, desto besser“, sagt Mirko Mieland und greift zum Besen. Nancy Petsch entfernt zeitgleich die Tapete an einer Wand und ist zuversichtlich. „Wir wissen, dass wir die Welt nicht retten können aber wir können sie ein bisschen besser machen“, sagt die Brandenburgerin.

Info: Das Team vom „Für alle Laden“ hofft auf Unterstützung und Spenden. Sie haben das Paypal-Konto „Für alle“ gestartet. Mehr Infos bei Mirko Mieland unter 01522 – 8711195 und bei Nancy Petsch unter 0174 – 1924838.

Quelle: MAZ - von André Großmann

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