Besondere Kinder

Was sind besondere Kinder?

Im Alltag geht vieles unter und das Besondere immer gewürdigt werden, oder beachtet. Vor allem, wenn das Besondere eher schwierig ist. Wie dieser kleine Junge. Dieser kluge und charmante kleine Kerl, der überall und fast immer aneckt. Er ist etwas ganz Besonderes… und geht viel zu oft unter, wird abgeschoben oder nicht gemocht. Vorurteile belasten seinen Weg. Ja, er ist nicht einfach.

Die Welt aus Kinderaugen
Aber wir sind doch dazu da, den Kindern zu helfen. den offensichtlich süßen und lieben. Gerade Kindern wie ihm müssen wir helfen. Da ist Beruf kein Job sondern Berufung. Kinder wie er bekommen so unendlich viel mit, alles gleichzeitig – und so wollen sie handeln, so leben sie. Sie reden und hören und riechen und fühlen … und plötzlich ist ihnen langweilig. Wenn sie etwas nicht mögen, fehlt es an Konzentration und Durchhaltevermögen. Sie sind äußerst direkt und unmittelbar.

Damit kann nicht jeder umgehen. Wir müssen uns nämlich anfragen lassen und wollen gemocht werden. „Heute mag ich lieber dich“, sagts und verschwindet. Ok, dann heute so, morgen kann es wieder anders sein. Das ist doch normal. Aber es darf nicht beliebig werden. Nicht, dass wir uns gegeneinander ausspielen lassen.

Das Miteinander
Wir geben Regeln vor, einen Rahmen, in denen sich unser kleiner besonderer Freund zurecht finden kann. Denn das ist etwas, was er braucht. So kann er lernen, dass es ganz besonders auf ihn ankommt. Er bekommt, wenn er gibt. Und wir geben ihm ganz viel von unserer Wärme, unserer Verlässlichkeit und unserer Zuwendung.

Umwelteinflüsse
Dabei erleben wir oft, dass er ganz und gar überreizt ist. Doch wie soll es denn anders sein? Wenn ein Mensch so viel erlebt, so viel zugleich kann und dringend Spannung und Ansprache braucht… In seinem Gehirn ist immer Rummel, Durcheinander, Aktion. Deshalb braucht er genau dieses: schnell etwas neues, schnell ganz viel Input. Andersherum ist es da schon schwieriger. Die Gedanken schweben von einem zum anderen, sind grade hier und schon wieder fort. Ohne bösen Willen.

Der Umgang mit anderen Kindern
Nun leben wir nicht völlig isoliert. Da sind die anderen Kinder, die schnell merken, was Sache ist. Da liegt es nahe, dass sie dies für sich nutzen. Sie reizen, drücken die richtigen Knöpfe und unser Junge explodiert. Erwischt wird immer nur er. Na logisch, er ist doch der mit den Launen, der Unberechenbare, der Schwierige, der Tollpatsch.

Was alle Kinder brauchen
Wir stehen vor einer Herausforderung. Wir wollen unterstützen und alle im Blick halten. Es darf nicht sein, dass die anderen Kinder sich mehr anstrengen müssen, um genau das alles von uns zu bekommen. Hier braucht es Fingerspitzengefühl und Toleranz. Mut, Geduld und immer wieder eine unendliche Liebe, die wir bereit sind, auszuteilen.

© Nicole Drakkar, Sozialtrainerin i.A.
Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin

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